{"id":4074,"date":"2017-06-20T14:23:52","date_gmt":"2017-06-20T14:23:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/?post_type=project&#038;p=4074"},"modified":"2025-04-29T08:41:06","modified_gmt":"2025-04-29T08:41:06","slug":"kristina-fiand-2","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/?project=kristina-fiand-2","title":{"rendered":"KRISTINA FIAND"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/P1120793-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;P1120793&#8243; align_tablet=&#8220;center&#8220; align_phone=&#8220;center&#8220; align_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_duration=&#8220;500ms&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;10%&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/P1120813-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;P1120813&#8243; align_tablet=&#8220;center&#8220; align_phone=&#8220;center&#8220; align_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_duration=&#8220;500ms&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;10%&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_1094_sw-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;IMG_1094_sw&#8220; align_tablet=&#8220;center&#8220; align_phone=&#8220;center&#8220; align_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_duration=&#8220;500ms&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;10%&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/cover-edekafrauen1.jpg&#8220; title_text=&#8220;cover-edekafrauen%911%93&#8243; align_tablet=&#8220;center&#8220; align_phone=&#8220;center&#8220; align_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_duration=&#8220;500ms&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;10%&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>KRISTINA FIAND<\/h1>\n<p>Es gibt Dinge, die liebt man einfach. Man schaut sie an, und sie treffen voll ins Herz. Dieses Ph\u00e4nomen gibt es auch in der Kunst &#8211; und geschehen ist es beispielsweise beim ersten Kontakt mit den Edekafrauen von Kristina Fiand, viele viele Jahre her.<\/p>\n<p>Damals waren sie noch nicht so ausgefeilt, detailliert, eher archetypisch und rough gearbeitet. Die Augen wie zwei Kn\u00f6pflein, die Gesichtsfl\u00e4chen recht glatt und undifferenziert, aber bereits so, dass man sie sofort ins Herz (die Kraft der zwei Herzen!) schlie\u00dfen musste. Dazu diese tolle Geschichte:<\/p>\n<p>Das Dorf im Kn\u00fcll, in dem die K\u00fcnstlerin Kristina Fiand zusammen mit ihrem Mann, dem Bildhauer Ernst Gro\u00df, lebt, hatte, als sie mit der Bildhauerei begann, noch einen blaugelben Edeka. Wie sch\u00f6n (&#8230; und inzwischen gar nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich). Er ist Austauschort d\u00f6rflicher Kommunikation, Ziel der Kinder f\u00fcr ein sommerliches Eis, aber auch &#8222;erste Hilfe\u201c &#8211; Anlaufplatz, wenn das Backpulver f\u00fcr den Kuchen aus ist, die \u00f6rtliche Zeitung zudem, denn man erf\u00e4hrt, wer n\u00e4chtens gestorben ist, entbunden hat. Auch von den Eheproblemen der Familie Meyer wei\u00df man zu berichten.<\/p>\n<p>Die Frauen mit ihren unterschiedlichen Outfits, Frisuren und Gesichtsausdr\u00fccken haben die K\u00fcnstlerin Kristina Fiand zutiefst gereizt, genauer hinzusehen. Kein Voyeurismus, vielmehr die Symbiose aus Lust am Unterschied und der Gemeinsamkeit lie\u00df das Projekt &#8222;100 Edekafrauen\u201c entstehen. Mit klassischen Bildhauerwerkzeugen bearbeitet Kristina Fiand das Lindenholz, schlie\u00dft nat\u00fcrliche &#8222;Hindernisse\u201c wie \u00c4ste und Risse mit ein und gibt jeder einzelnen Figur ein unverwechselbares Kolorit. Jede ein Unikat, mit eigenem Charakter. Die Zahl Hundert war schnell erreicht, aber der d\u00f6rfliche Fundus, der an eine\u00a0Theaterb\u00fchne erinnern mag, noch lange nicht ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Und darin liegt wohl der gro\u00dfe Erfolg der Damen, die nun die Marke der 700\u00a0\u00fcberschritten haben. In der Begrenzung auf einen Lindenblock, zwei Beine, die diesem Sockel fu\u00dflos erwachsen, zelebriert Fiand nicht endlos einen Stereotyp, wandelt vielmehr mit grenzenloser Phantasie, mit glucksender Freude an Formen, Farben, Details und Accessoires an f\u00fcnfzig H\u00f6henzentimetern Holz ein Thema immer wieder mit gr\u00f6\u00dfter bildhauerischer Lust so ab, dass es nie spr\u00f6de, nie langweilig wird. Dabei gl\u00e4nzt sie mit Zitaten in der reichen Welt der Werbung, des Productplacements, der Symbole, Piktogramme oder der Vielfalt von Werbelogos. Das Salz in der k\u00fcnstlerischen Finessesuppe Fiands &#8211; und daf\u00fcr liebe ich diese h\u00f6lzernen Unlebewesen besonders &#8211; ist die Ausgereiftheit der Gesichter. Mimik schl\u00e4gt Gestik, die zwar auch besticht, bei weitem, und es ist die blanke Freude, so einer Gruppe &#8222;Edekas\u201c ins Antlitz (und anders kann man das zwischenzeitlich gar nicht nennen) zu sehen. Mit wenigen, dann wieder vielen Schnitten in die weiche Linde haucht Fiand ihren Damen Authentizit\u00e4t ein, so, als sollten sie &#8211; pinocchiogleich &#8211; zum Leben erwachen und losstapfen, w\u00e4ren sie nicht mit diesem vermaledeiten Holzblock verwachsen. Die Protagonistinnen des d\u00f6rflichen Einkaufseldorados schmollen, l\u00e4cheln, verf\u00fchren, platzen vor Wut, sind in sich gekehrt, kaufs\u00fcchtig, realistisch, sehr realistisch, lebensfroh hie und -m\u00fcde dort, sie sind voller Energie und ersch\u00f6pft am Ende der Gruppe. Nix, was es nicht g\u00e4be. Fast stadtgleich. Und das alles durch die Macht Fiands, unterschiedlich zu sch\u00f6pfen &#8211; in diesem Fall mit dem Schnitzmesser Leben zu verteilen, ebenso unterschiedlich, wie wir als Menschen sind. Ein Schema, das nie schematisch ist, das die K\u00fcnstlerin so liebevoll abarbeitet, dass es nie\u00a0 Schwere transportiert, sondern die Leichtigkeit und Freude, die die K\u00fcnstlerin vom ersten Blick auf den Laden bis zur letzten Schnitzbewegung und der &#8222;Schlussfirnis&#8220; beim Schminken der kleinen Kostbarkeit hin\u00fcberrettet.<\/p>\n<p>Bei all den hunderten &#8222;Edekas\u201c sind es\u00a0 &#8211; neben den abweichenden Figuren wie dem Kind, das die T\u00fcte beh\u00fctet, dem Berner Sennenhund, der Dame im Rollstuhl oder der \u00c4lteren in Schw\u00e4lmer Tracht (ganz im Stilbruch mit der Adidas-T\u00fcte) &#8211; gerade die &#8222;normalen&#8220; Frauen, die in ihrer Schlichtheit, die aber dennoch so individuell ist, unser Herz zu \u00f6ffnen verm\u00f6gen. Denn sie schaffen auch Platz f\u00fcr Assoziationen:\u00a0 &#8222;Schau mal, die sieht aus wie Tante Erna&#8220; oder &#8222;Die guckt wie Oma&#8220;! Lachen und Freude darf Kunst zuweilen auch schenken. Hier gibt es immer etwas Neues zu entdecken, zu staunen. So ist das Projekt &#8222;100 Edekafrauen\u201c, das jetzt nur noch &#8222;Edekafrauen\u201c hei\u00dft, zu einem gro\u00dfen Erfolg geworden: Alle bisher gezeigten, so liebenswerten Skulpturen\u00a0haben ein neues Zuhause, fernab vom Edeka und Atelier, gefunden. Die, die Sie hier sehen, sind nur kurz zu haben, dann sind sie verschwunden. Verstehen kann man&#8220;s!<\/p>\n<p>(Text frei nach: Michael Marius Marks)<\/p>\n<p>Nach rund zehn Jahren ist die Bildhauerin Kristina Fiand dann zu einer Reise aufge-brochen, weil sie wissen wollte, wie es ihren Edekafrauen geht. Die Holzfiguren bestimmen seit mehr als zehn Jahren das Leben der K\u00fcnstlerin und ihrer Familie. Mit dem Buch wollte sie sich die Bedeutung eines wesentlichen Teils ihres k\u00fcnstlerischen Lebenswerks wieder vor Augen f\u00fchren.<br \/>Sie hat Sammler und Kau eute in ganz Deutschland besucht, um mit ihnen \u00fcber die Figuren und das Ph\u00e4nomen EDEKA zu sprechen. Dabei waren die Gespr\u00e4che nicht planbar und statt \u00fcber ihre Figuren sprachen manche ihrer Gespr\u00e4chspartner lieber \u00fcber ihr Leben und damit vielleicht auf den ersten Blick am Thema vorbei. Tats\u00e4chlich aber ist die Intimit\u00e4t der Interviews und Beobachtungen unverhofft zu einer zentralen St\u00e4rke des Buchs geworden, die direkt mit Fiands Skulpturen zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Bis heute, im Jahr 2025, ist die Zahl der von Kristina Fiand geschnitzten Edekafrauen auf 1680 gestiegen. Und gottseidank hat sie noch immer genug Ideen, um neue Edekafrauen zu &#8222;geb\u00e4ren&#8220;&#8230;wir sind gespannt und freuen uns auf alle Edekafrauen, die da kommen werden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><strong>STATIONEN<\/strong><\/p>\n<p>1964<br \/>geboren in Hamburg<\/p>\n<p>1984-89<br \/>Studium an der Gh Kassel f\u00fcr Lehramt Kunst und Polytechnik,<br \/>Produktdesign und Freie Kunst<\/p>\n<p>Seit 1990<br \/>freuschaffende K\u00fcnstlerin<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blurb image_icon_width=&#8220;none&#8220; _builder_version=&#8220;4.17.4&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; image_max_width=&#8220;none&#8220; use_circle=&#8220;off&#8220; use_circle_border=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blurb][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.4&#8243; custom_padding=&#8220;0px|||||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;5775,5779,5810,5805,5778,8439,8440,8441,8442,8443,8444,8445,8446,8449,8956,8957,9839,9840,9841,9842,9843,9844,9487,9845,9847,9849,9848,9846,9850,9486,9851,9853,9854,9852,9855,9856,9857,9861,9858,9865,9859,9860,9862&#8243; posts_number=&#8220;100&#8243; show_title_and_caption=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; custom_padding=&#8220;10px|||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.4&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;5775,5779,5810,5805,5778,8439,8440,8441,8442,8443,8444,8445,8446,8449,8956,8957&#8243; posts_number=&#8220;100&#8243; show_title_and_caption=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; custom_padding=&#8220;10px|||||&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;5775,5779,5810,5805,5778,8439,8440,8441,8442,8443,8444,8445,8446,8449,8956,8957&#8243; posts_number=&#8220;100&#8243; show_title_and_caption=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.2&#8243; custom_padding=&#8220;10px|||||&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KRISTINA FIAND Es gibt Dinge, die liebt man einfach. 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Die Zahl Hundert war schnell erreicht, aber der d\u00f6rfliche Fundus, der an eine Theaterb\u00fchne erinnern mag, noch lange nicht ersch\u00f6pft. <br \/>Und darin liegt wohl der gro\u00dfe Erfolg der Damen, die nun die Marke 1500 \u00fcberschritten haben. In der Begrenzung auf einen Lindenblock, zwei Beine, die diesem Sockel ohne F\u00fc\u00dfe erwachsen, zelebriert Fiand nicht endlos einen Stereotyp, wandelt vielmehr mit grenzenloser Phantasie, mit glucksender Freude an Formen, Farben, Details und Accessoires an f\u00fcnfzig H\u00f6henzentimetern Lindenholz ein Thema immer wieder mit gr\u00f6\u00dfter bildhauerischer Lust so ab, dass es nie spr\u00f6de, nie langweilig wird. Dabei gl\u00e4nzt sie mit Zitaten in der reichen Welt der Werbung, des Productplacements, der Symbole, Piktogramme oder der Vielfalt von Werbelogos. Das Salz in der k\u00fcnstlerischen Finesse von Fiand ist die Ausgereiftheit der Gesichter ihrer Skulpturen. Mimik schl\u00e4gt Gestik, die zwar auch besticht - doch es ist die blanke Freude, so einer Gruppe \"Edekas\u201c ins Antlitz zu sehen. Mit wenigen, dann wieder vielen Schnitten in die weiche Linde, haucht Fiand ihren Damen Authentizit\u00e4t ein, so, als sollten sie - pinocchiogleich - zum Leben erwachen und losstapfen, w\u00e4ren sie nicht mit diesem vermaledeiten Holzblock verwachsen. <br \/>Die Protagonistinnen des d\u00f6rflichen Einkaufseldorados schmollen, l\u00e4cheln, verf\u00fchren, platzen vor Wut, sind in sich gekehrt, kaufs\u00fcchtig, realistisch, sehr realistisch, lebensfroh, manchmal auch m\u00fcde, oft voller Energie. Nix, was es nicht g\u00e4be. Fast stadtgleich. Und das alles durch das K\u00f6nnen Fiands, unterschiedlich zu sch\u00f6pfen - in diesem Fall mit dem Schnitzmesser Leben zu verteilen, ebenso unterschiedlich, wie wir als Menschen sind. Fiands Edekafrauen sind nicht nach Schema F gearbeitet, sondern leben vom liebevollen Draufblick Fiands. Von der Leichtigkeit und Freude, die die K\u00fcnstlerin vom ersten Blick auf den Laden bis zur letzten Schnitzbewegung und der \"Schlussfirnis\" beim Schminken der 50cm gro\u00dfen Kostbarkeiten hin\u00fcberrettet. <br \/>(Text frei nach: Michael Marius Marks)<\/p><p>[\/et_pb_text][et_pb_blurb _builder_version=\"3.0.59\" url_new_window=\"off\" use_icon=\"off\" use_circle=\"off\" use_circle_border=\"off\" icon_placement=\"top\" use_icon_font_size=\"off\" background_layout=\"light\" border_style=\"solid\" animation=\"top\" \/][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"project_category":[60],"project_tag":[],"class_list":["post-4074","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-edeka-frauen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/project\/4074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4074"}],"version-history":[{"count":40,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/project\/4074\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9866,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/project\/4074\/revisions\/9866"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproject_category&post=4074"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproject_tag&post=4074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}