{"id":6897,"date":"2017-06-20T03:53:00","date_gmt":"2017-06-20T03:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/?post_type=project&#038;p=6897"},"modified":"2022-01-18T16:38:45","modified_gmt":"2022-01-18T16:38:45","slug":"bronislava-von-podewils","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/?project=bronislava-von-podewils","title":{"rendered":"BRONISLAVA VON PODEWILS"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20200504_BrovPod_85296-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20200504_BrovPod_85296&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20200504_BrovPod_85355-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20200504_BrovPod_85355&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/FotoCocks19-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;FotoCocks19&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/lr30-20-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;lr30-20&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_audio audio=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/krokodil.mp3&#8243; title=&#8220;Im Atelier von Bronislava von Podewils&#8220; artist_name=&#8220;K\u00fcnstlername&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_audio][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.galerie-kunststuecke-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG_0645-scaled.jpeg&#8220; title_text=&#8220;IMG_0645&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h1>BRONISLAVA VON PODEWILS<\/h1>\n<p>\u201eMan n\u00e4hert sich langsam an und bemerkt das \u201eEigentliche\u201c erst im R\u00fcckblick. Ich werde selbst manchmal \u00fcberrascht von der eigenen Arbeit und welche neuen R\u00e4tsel sie mir stellt. Die Idee, einer Skulptur, ist einfach &#8211; das Aushalten im Prozess ist schwierig: Da hilft nur Wellpappe flechten, Wellpappe flechten und weiter Wellpappe flechten. Jeden Tag muss man sich den Anfang und das Ende selbst setzen.\u201c<br \/>Sie ist 1970 im s\u00fcddeutschen Raum geboren und besch\u00e4ftigte sich schon seit fr\u00fchester Kindheit mit der Kunst, sowie Lebewesen und Pflanzen aus ihrer n\u00e4chsten Umgebung. Sp\u00e4ter studierte sie in einem der Brennpunkte der Bildhauerei, an der Accademia di Belle Arti Carrara in Italien. Die Lehre von diszipliniertem Betrachten der Objekte in der Akademie, hat ihr ein feines Gesp\u00fcr f\u00fcr das Wesentliche verliehen. <br \/>\u00c4hnlich wie Ren\u00e9 Sintenis, w\u00e4hlt sie ihre Sujets, das Tier, selbst aus. Sie betont, dass ihre k\u00fcnstlerische Motivation oftmals vom pers\u00f6nlichen Interesse an besonderen Eigenschaften gekn\u00fcpft ist, wie der Platypus, oder der au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausdruck eines Lebewesens, das sich Ihr pr\u00e4sentiert.<br \/>Der italienische, frische und fig\u00fcrliche Stil l\u00e4sst sich in den Plastiken der K\u00fcnstlerin gut ablesen. Aus geometrischen Formen w\u00e4chst ein unverkennbares lebendes Motiv, von dessen K\u00f6rper Gliedma\u00dfe abgehen, welche das Objekt in Bewegung setzen. Die Haut der Wesen teils fl\u00e4chig, teils porig machen die Skulpturen fassbar und haptisch aufregend. Auf den zweiten Blick werden die tieferliegenden Schichten sichtbar und zeigen die Verletzlichkeit, die in jedem Lebewesen innewohnt.<br \/>Schicht um Schicht n\u00e4hert man sich an und entdeckt das wundersame \u201eEtwas\u201c, das zwischen allem liegt. Die Arbeiten sind, zum Teil, mit fragmentarischen Schriftz\u00fcgen bedruckt, es waren einmal Verpackungen, die ihrem Zweck nun entfremdet sind. Jene Fragmente verdeutlichen nochmals die Verg\u00e4nglichkeit und fordern einen auf die Werke existenzialistisch zu befragen.<\/p>\n<p>Wellpappe als Wegwerfartikel des Alltags, wie in der Pop Art, ist in den Werken von Bronislava von Podewils lebendig und unglaublich \u00e4sthetisch anzuschauen. Die Arbeiten sind im urspr\u00fcnglichen Wortsinn Plastiken, denn sie bauen sich Schritt f\u00fcr Schritt auf und eine neue Gestalt entsteht aus dem Nichts. Diese Methode ist im Gegensatz zur Skulptur, wo aus einem schon existierenden Block eine Figur herausgehauen oder geschnitzt wird, gegens\u00e4tzlich.<br \/>Einige Tiere sind so ausdrucksstark und verr\u00fcckt dargestellt, wie zum Beispiel die lebensgro\u00dfen Krokodile, hier zeigt sich der von ihr verehrte Surrealismus in ihren Werken, der unsere \u201eWirklichkeit\u201c zu relativieren sucht.<br \/>Manche Titel weisen auch auf einen verspielten Humor in den Arbeiten hin, wie zum Beispiel \u201eHase im Hochzeitskleid\u201c aus dem Jahr 2021. Hier formen kleine halbrunden Ausschnitte aus Buchseiten ein Kleid f\u00fcr einen Hasen. Dieser ist aus einem St\u00fcck Fell gewickelt und hat Ohren und F\u00fc\u00dfe aus Wellpappe, die ihn zu erkennen geben, in seinem Hochzeitskleid.<br \/>Man fragt sich warum die Bildhauerin so authentische Wesen formt, die der Wirklichkeit sehr nahe erscheinen. <span style=\"font-size: 14px;\">Sie selbst \u00e4u\u00dfert sich dazu so: \u201eDies sind keine Elefanten, Krokodile und Giraffen, vielmehr h\u00f6chst feine Skulpturen aus Wellpappe und Papier.\u201c<br \/><\/span>Sie ist der Meinung, dass man den Menschen ebenso studieren und beobachten kann wie das Tier und dies zeigt sich deutlich an ihren Wesen. Warum muss man sich also wundern, dass die Plastiken uns ein Gef\u00fchl der Offenherzigkeit und des Respekts gegen\u00fcber dem Menschen vermitteln, sowie allen Lebewesen, und genau das ist es was die K\u00fcnstlerin mit ihren Wesen versucht uns zusagen.<\/p>\n<p>\u00a0M.A. Konstanze Potovski, Bonn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>STATIONEN<\/span><\/h4>\n<ul>\n<li>1997 \u2013 2002: Studium der Bildhauerei an der &#8222;Accademia di Belle Arti di Carrara&#8220;, Italien, bei Prof. Guiseppe La Bruna und Prof. Franco Franchi<\/li>\n<li>2002: Diplom der Bildhauerei an der &#8222;Accademia di Belle Arti di Carrara&#8220;, Italien bei Prof. Franco Franchi und Prof. Valerio Rivosecchi<\/li>\n<li>2004 \u2013 2006: Aufbaustudium und k\u00fcnstlerische Assistenz an der Staatlichen Akademie der Bildenden K\u00fcnste, Karlsruhe bei\u00a0 Prof. Stephan Balkenhol<\/li>\n<li>Seit 2007:\u00a0 eigenes Bildhaueratelier in Karlsruhe\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;6901,7025,7023,6920,7024,7033,7026,7019,7028,7029,7030,7036,7031,7032,7037,7017,7018,7021,7022,7020&#8243; posts_number=&#8220;400&#8243; show_title_and_caption=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BRONISLAVA VON PODEWILS \u201eMan n\u00e4hert sich langsam an und bemerkt das \u201eEigentliche\u201c erst im R\u00fcckblick. 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