UWE LANGMANN

ist ein Fotograf der Extraklasse: der 1985 geborene Schwabe lichtet Landschaften und Menschen nicht einfach nur ab, er interpretiert sie. Er nutzt ein klassisches Mittel der Fotografie, die lange Belichtungszeit, um sichtbar zu machen, was über die einfache Momentaufnahme hinausgeht. Seine Fotografien sind daher fast weiß monochrom und wirken wie Aquarell-Malerei.

„Ich benutze mehr Zeit, um die Zeit zu entschleunigen“, erläutert Uwe Langmann seine Technik. Dabei wird die Blende der Kamera länger als gewöhnlich geöffnet. „Alles, was während der Aufnahme nicht stillsteht, verschwimmt, verschwindet oder es sind nur noch Spuren davon zu sehen. So bekommen die Bilder einen sehr viel ruhigeren, klareren Ausdruck.“

Die Wellen des Meeres verschwinden, ebenso die Linien im Weiß verschneiter Felder. Das Weiß wirkt deshalb so makellos, weil das Kameraauge es als Licht wahrnimmt. Je länger das Objektiv belichtet, desto stärker fokussiert es sich auf das Licht, das jedes Objekt ausstrahlt. Diese Konzentration wird noch weiter verstärkt, durch die Positionierung des Objektes in der Bildmitte und die Zweiteilung der Bilder durch die Horizontlinie.

Seine künstlerische Karriere begann Uwe Langmann 2007 als Regisseur von Kurz- und Dokumentarfilmen. Nachdem einer seiner Kurzfilme 2009 bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde, wollte er einen Spielfilm drehen. Dafür schoss er viele Fotos von den Drehorten und jeder, der die Fotos sah, fand sie großartig. Der Film wurde nie gedreht und er wurde stattdessen Fotograf. Seit Anfang 2010 widmet er sich intensiv der Fotografie.

AUSZEICHNUNGEN

Uwe Langmann hat zahlreiche Preise gewonnen, darunter „Photographer of the Year“ at OneEyeland Awards, FineArt Photographer of the Year at the Black and White Zebra-Awards und eine Gold-Medaille bei den International Photography Awards

  • 2003 Kunststiftung Baden-Württemberg
  • Kulturstiftung des Rhein-Neckar-Kreises e.V., Heidelberg,
    Arbeitsaufenthalt im Kommandantenhaus, Dilsberg
  • 2005 Albert-Haueisen-Preis Förderpreis, Germersheim
  • Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst,
    Baden-Württemberg und des DRAC Alsace, CEAAC, Straßburg, Frankreich
  • Projektförderung Landesbank Baden-Württemberg
  • 2005/06 Künstlerhaus Stuttgart Reuchlinstraße e.V., Stuttgart, Atelierstipendium
  • 2008 Stiftung der KSK Kunst, Kultur und Bildung Ludwigsburg,
    Internationaler Holzschnittwettbewerb „Holzschnitt heute“ (1. Preisträgerin)
  • 2009 Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, NRW,
    Projektstipendium “Kunst und Wissenschaft”
  • 2016 Projektförderung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

EINZELAUSSTELLUNGEN (Auswahl)

 

  • 2020  „Zuhause. Unterwegs. Sein.“, Galerie Kunststücke München
  • 2019  Fotografie, Galerie Schrade, Schloß Mochental
  • 2018  Kontrapunkt, Galerie Stöckle Hauser, Stuttgart
  • 2018  Formen der Stille, Galerie Kirstin Köllner, Memmingen
  • 2017  Silent Light, Carpentier Galerie, Berlin
  • 2016  Fragments of Time, Stiftung S-BC Pro Arte, Biberach
  • 2014  Written in Water, Galerie Edition Camos, München
  • 2013  Zeit Räume, Fotogalerie Potsdam, Potsdam
  • 2012  Stilles Weiß, Brummendes Schwarz, artROOM, Konstanz
  • 2011  Fluchtpunkte, Antoniermuseum, Memmingen

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (Auswahl)

  • 2019  Sublimations, Voies Off, Arles
  • 2019  Sublimations, Fondazione Luciana Matalon, Milano
  • 2019  Colors, Ærø Kunsthal, Museum for modern Art, Ærøskøbing
  • 2018  Weiß / White, Schloss Tiengen, Waldshut-Tiengen
  • 2018  Salon Nr. 2, Galerie Christine Knauber, Berlin
  • 2017  39. Ostallgäuer Kunstausstellung, Marktoberdorf
  • 2017  Tag der offenen Ateliers, Galerie M, Potsdam
  • 2016  Collect Now!, Art Priori, Mannheim
  • 2014  Kunstnacht 2014, artROOM, Konstanz
  • 2012  Small Garden – Orticola di Lombardi, Mailand
  • 2012  Black Box Gallery, Color: The Visual Spectrum, Portland
  • 2011  A Smith Gallery, Simplicity Exhibition, Texas